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Weltwunder und Alltagswunder in einer Welt voller Wunder

von agnus d. - anno domini  2008

 

DAS  WUNDER

 

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ÜBERSICHT

 
   

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                          Das Wunder an sich

                                             Das Wunder in der Bibel

                                                            Das Wunder bei Gott

                                                                              Das Wunder der Welt

                                                                                                   Das Wunder der Existenz

 

 
   
 

Das Wunder an sich

 
   

 

 

Der Wortbegriff des Wunders leitet sich ab vom sich wundern, oder auch staunen über etwas absolut Ungewöhnliches, das einem entweder nur so außergewöhnlich erscheint, oder aber es auch tatsächlich ist. Je mehr man im Laufe seines Lebens zu wissen, erfahren und sehen bekommt, desto weniger wird man sich über Neues noch wundern können. Wir sind es in zunehmenden Maße gewohnt, fast täglich mit immer spektakuläreren Rekorden und Erkenntnissen in Technik  und Naturwissenschaft konfrontiert zu werden. Das Wunder ist damit seines Wunders beraubt, und die Entzauberung von buchstäblich allem schreitet immer weiter voran. Doch bezieht sich das auf den materiellen Bereich des Lebens, und was von ihm umfasst ist. Dort wo sich die materiell-technischen Einflussmöglichkeiten entziehen, da gelangt man quasi in höhere Dimensionen mit Schicksalhaftigkeit. Als gängiges Beispiel nehmen wir einmal einen Flugzeugabsturz, bei dem alle 193 Passagiere bis auf eine einzige Ausnahme ums Leben kamen, wobei diese dann auch noch ohne einen einzigen Kratzer  davongekommen ist. Dann definiert sich Wunder als ein Ereignis, das gegen alle Wahrscheinlichkeit steht. Um bei unserem Beispiel zu bleiben, hatte unsere Ausnahme beim Absturz eine verschwindend geringe Überlebenschance, geschweige denn Unverletzlichkeitschance. Und doch geschehen auch solche Unwahrscheinlichkeiten tagtäglich zuhauf, und ganz verborgen, ohne dass sie jemandem sonderlich bewusst würden. Da ist es dann einfach die Masse der globalen Ereignisse, bei welchen sich durch Verkettung vieler Faktoren entweder die viel selteneren glücklichen oder aber die häufigeren unglücklichen Resultate einstellen.

Wir können da eine Verbindung des Wunderbegriffs mit dem Wertbegriff feststellen. Das Wunder ist so nach unserem Verständnis ein Positivum oder zu deutsch ein Glücksfall, mit dem allgemein nicht gerechnet werden konnte, auch wenn man darauf insgeheim gehofft hatte. Wir hoffen ja täglich und immer mit dem wundersamen wunderbaren Glücksfall bei all dem, was uns im ständigen Überlebenskampf an Leistung und Kraft abgefordert wird. Da ist es schon ein echtes Wunder allen Anforderungen genügt und alle Anfechtungen heil überstanden zu haben. Doch irgendwann ist gemäß dem Wesen der Zeit auch für den Stärksten und Standhaftesten Schluss. Dann versagen die Kräfte, und die Verschlissenheit ist irreparabel. Krankheiten stellen sich ein, und der Tod kündigt sich über kurz oder lang an. Spätestens dann sind die Wunder der modernen Medizin gefragt, um das Sterben noch einmal für eine gewisse Zeit zu unterbinden. Wir sind vom Wunder zumeist überwältigt, oder doch zumindest sehr angetan. Denn es zeigt uns die Vielfältigkeit der Möglichkeiten, die wir gewöhnlich nicht mit auf unserer Rechnung haben. Wir rechnen bei allem was wir tun, und was uns begegnet, mit allem möglich und unmöglichen, doch gewiss nicht mit dem Eintreten eines darum eben außergewöhnlichen Wunders. Haben wir einmal da oder dort großes Glück gehabt, dann heißt es "wie durch ein Wunder" geschah - oder auch nicht - dies oder das. Deshalb sind wir im Allgemeinen dem Wunder auch sehr zugeneigt, und würden uns wünschen, dass kein Tag vergeht, ohne dass sich ein Wunder zugetragen hat. In solchem Fall bestünde die Gefahr der Wundersüchtigkeit, doch werden wir im Regelfall mehr vom Pech als vom Glück heimgesucht. Wer viel sehr Pech hat, der braucht natürlich ein Wunder nötiger als jeder andere. Um so größer wird da die Freude bei ihm sein, wenn die intensiv herbeigesehnte Rettung tatsächlich noch eintrifft.

Wer sich in Gefahr begibt, oder von Berufs wegen ständigen Gefahrensituationen ausgesetzt ist, der wird wesentlich stärker mit Rettungswundern konfrontiert sein. Wie konnte ein Skiläufer so viel Glück gehabt haben, so lange unter einer Schneelawine begraben gewesen zu sein, und dann doch noch lebend geborgen zu werden. In solchen Fällen spricht man auch von einem Schutzengel, den jemand gehabt haben muss, um aus seiner Lebensgefahr noch heil und unversehrt herausgekommen zu sein. Auch wer einen Beruf ausübt, bei dem er direkt mit Menschen zu tun hat, wird im Gespräch mit ihnen mehr über erlebte Wunder erfahren können, als jemand ohne solche ständigen Kontakte. Es heißt, dass die Natur voller Wunder steckt, und wir nur genau hinzusehen brauchen, um sie sogleich zu entdecken. Um das zu leisten, wurden von uns beste Mikroskope und Fernrohre konstruiert, welche uns ein Naturwunder nach dem anderen erkennen ließen. Übrig bleiben aber immer noch die großen Fragen mit dem großen Wundern, also: woher wir kommen, was wir sind, und wohin wir gehen. Das sind die alten Menschheitsfragen, und ungelösterweise so aktuell wie eh und je. Aber was heißt hier ungelöst? Nun, ungelöst für eben den Teil der Menschheit, der sein Weltbild ausschließlich materialistisch geformt hat, und darum von Spiritualität nichts wissen will. Doch wird man mit einer solch materialistischen Haltung die Wunderwelt nicht ausreichend erfassen können. Denn das größte Wunder, das einem die Natur frei Haus liefert, das ist der eigene menschliche Geist, mit seinen vom Prinzip her unbegrenzten Fähigkeiten, wie da das Beispiel des Jesus von Nazareth einem sehr anschaulich beweist. Mit unserem Geist können wir all die uns umgebenden und sich ereignenden Wunder erkennen, und übersehen dabei tragischerweise wie im Fall des betriebsblinden Materialismus unseren Geist als das Wunder aller Wunder innerhalb unserer Welterfahrung. Wenn aber bereits unser Geist ein derartiges Superwunder darstellt, was für ein Wunder muss dann erst der Allgeist des Universums sein? Wer dieses Wunder erlebt, wird danach nie mehr derjenige sein können, welcher er vorher gewesen war. Denn mit der Erfahrung des Allgeistes vollzieht sich ein Wunder der personalen Umwandlung vom Nacktaffen hin zum wahren Menschen. Ist der letztlich vollendet, dann ist er das über allem stehende personifizierte Universalweltwunder in Zeit und Ewigkeit. 

 

 

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Das Wunder in der Bibel

 
   

 

 

Es heißt von der Bibel, dass sie unter anderem auch ein Wunderbuch sei, mit Gott dem Herrn als demjenigen, der sich seinerzeit bei den alten Israeliten nur mit immer wieder neu zu bewirkenden Wundern durchsetzten konnte. Das begann in Ägypten, als Moses vom Herrn den Auftrag bekam, den Auszug der Israeliten aus dem fremden Land in ein eigenes Land der Juden vorzubereiten. Als Bibelkundige wissen wir, dass der Pharao Moses und die Juden nicht ziehen lassen wollte, weshalb zur Umstimmung des Pharao Wunder gebraucht wurden.

2Mo 4,21 Und der HERR sprach zu Mose: Siehe zu, wenn du wieder nach Ägypten kommst, dass du vor dem Pharao alle die Wunder tuest, welche ich in deine Hand gegeben habe. 2Mo 7,3 Aber ich will das Herz des Pharao verhärten, dass ich viele meiner Zeichen und Wunder tue im Ägyptenland. 2Mo 11,9 Der HERR aber hatte zu Mose gesagt: Der Pharao wird euch nicht hören, damit meiner Wunder in Ägypten viel geschehen. 2Mo 11,10 Also hatten Mose und Aaron alle diese Wunder vor dem Pharao getan; aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, dass er die Kinder Israel nicht aus seinem Lande entließ.

Offenbar ging es dem Herrn mit den Wundern darum, dass dem seinerzeit für die Welt stehenden Pharao anhand der Zeichen und Wunder die Macht des Herrn demonstriert werden sollte. Und mit dem Pharao auch gleich dem gesamten ägyptischen Hofstaat und Volk, ebenso wie auch den Israeliten selbst. Nie zuvor in der Weltgeschichte war der Herr in Erscheinung getreten, was sich jetzt zu seinem Einstand in Ägypten mit Zeichen und Wundern ändern sollte. Es galt allen Menschen einschließlich Moses zu beweisen, dass der Herr seinen Namen durch seine universale Macht besitzt. Damit lässt sich jedes Wunder bewirken, das die Situation erfordert.

2Mo 34,10 Da sprach er: Siehe, ich mache einen Bund: vor deinem ganzen Volk will ich Wunder tun, dergleichen nicht geschehen sind in allen Ländern und unter allen Völkern; und das ganze Volk, darunter auch du bist, soll das Werk des HERRN sehen; denn wunderbar soll das sein, was ich mit dir machen will. 5Mo 4,34 oder ob jemals ein Gott versucht habe, hinzugehen und sich da ein Volk mitten aus einem andern Volk zu nehmen durch große Prüfungen, durch Zeichen, durch Wunder, sowie durch viel Kampf und durch eine mächtige Hand und durch einen ausgestreckten Arm und durch schreckliche, große Taten, wie das alles der HERR, euer Gott, mit euch in Ägypten vor deinen Augen getan hat?

Der Herr ist sich sehr wohl bewusst, dass er indem er jedes nur vorstellbare Wunder bewirken kann, er das absolute Wunder in Person ist. Das Wunder des Daseins ist durch ihn und seinen Willen zum Dasein begründet, ohne den es kein Dasein und damit auch keinen Herrn geben könnte. Herr ist man nur mit einem Herrschaftsbereich, und ohne den gibt es nichts worüber zu herrschen wäre. Von Jesus wissen wir, dass bei Gott kein Ding unmöglich ist, und dass er alles mit seinem sinngebenden Wort sowie seinem exekutierend ausgestreckten Arm hervorbringt oder auch verschwinden lässt. Da ist nichts materiell sondern alles spirituell bewirkt, womit die dabei entstandene Materie als in Geist begründet und als spiritueller Ausfluss zu erkennen ist. Doch hatte in der Neuzeit bereits Max Planck formuliert, dass es die Materie an sich nicht gibt.

5Mo 7,19 an die gewaltigen Proben, die du mit Augen gesehen hast, an die Zeichen und Wunder und an die mächtige Hand und den ausgestreckten Arm, womit der HERR, dein Gott, dich ausführte. Also wird der HERR, dein Gott, allen Völkern tun, vor denen du dich fürchtest! 5Mo 26,8 unsre Mühsal und Unterdrückung; und der HERR führte uns aus Ägypten mit mächtiger Hand und mit ausgerecktem Arm und mit gewaltigen, furchtbaren Taten, durch seine Zeichen und Wunder, Jes 12,4 und werdet sagen zu jener Zeit: Danket dem HERRN, ruft seinen Namen an, verkündiget unter den Völkern seine Wunder, erinnert daran, wie erhaben sein Name ist! Jes 25,1 O HERR, du bist mein Gott; dich will ich erheben! Ich lobe deinen Namen; denn du hast Wunder getan; die Ratschlüsse von alters her sind wahr und beständig! Jer 32,20 der du große Zeichen und Wunder in Ägyptenland und bis auf diesen Tag an Israel und an andern Menschen getan und dir einen Namen gemacht hast, wie es heute der Fall ist. Jer 32,21 Du hast dein Volk Israel aus dem Lande Ägypten ausgeführt durch deine Zeichen und Wunder und mit starker Hand und ausgestrecktem Arm und mit großem Schrecken

Wie man an vorstehenden Bibelversen sehen kann, sind es einstmals die Wunder gewesen, die seinerzeit die Menschen veranlasst haben, an die Existenz des Herrn zu glauben, und sich seinem Diktat zu unterwerfen. Das alles ist schon sehr lange nicht mehr der Fall. Nach der Apostelzeit mit der Offenbarung des Johannes hat sich der Herr mit allen seinen Zeichen und Wundern aus der Weltgeschichte zurückgezogen. Seit dieser Zeit muss nun ein jeder ohne Zeichen und Wunder auskommen, und seine Verbindung zum Herrn allein und ohne irgendwelche Hilfen bewerkstelligen. Die Kirche und alle Glaubensorganisationen können mit ihrer bloßen Lehre das nicht leisten, was der Einzelne aus sich selbst heraus zu entwickeln hat. Die einstmaligen Zeichen und Wunder des Herrn erfolgten im Rahmen des Alten Bundes, der noch an der Materialität ausgerichtet war. Dieser Bund hatte nichts getaugt, da das Fleisch für die Botschaften des Geistes nicht empfänglich genug war. Jesus brachte dies dadurch zum Ausdruck, indem er sagte, dass das Fleisch zu nichts nütze sei. Allein der Geist - als das Weltwunder an sich - vermag Geist zu erkennen und dem Geist zu folgen. Aus diesem Grund musste Jesus über Tod, Auferstehung und Himmelfahrt einen neuen Bund des Geistes schöpfen, der dann nach seiner Himmelfahrt mit der Geistausschüttung an Pfingsten sozusagen in Kraft trat.

Mt 13,58 Und er tat dort nicht viele Wunder um ihres Unglaubens willen. Mt 21,15 Als jedoch die Hohenpriester und die Schriftgelehrten die Wunder sahen, die er tat, und die Kinder hörten, die im Tempel schrieen und sprachen: Hosianna dem Sohne Davids! wurden sie entrüstet Mt 24,24 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um womöglich auch die Auserwählten zu verführen. Mk 6,5 Und er konnte daselbst keinerlei Wunder tun, außer dass er wenigen Kranken die Hände auflegte und sie heilte. Mk 9,39 Jesus aber sprach: Wehret es ihm nicht! Denn wer in meinem Namen ein Wunder tut, wird mich nicht bald schmähen können. Mk 13,22 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten, und sie werden Zeichen und Wunder tun, um womöglich auch die Auserwählten zu verführen. Joh 4,48 Da sprach Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so glaubet ihr nicht!

Mit der Geistaussendung zu Pfingsten änderte sich das grundlegend. Jetzt war der erlebte Geist des Universums jenes unüberbietbare Zeichen und Wunder, indem es sich eben im Menschen manifestierte. Nun war man nicht mehr wie zu Moses Zeiten ein Zaungast der Geschehnisse, sondern eine Verkörperung des wundersamen Ereignisses. Nun brauchte man nicht mehr wie noch bei Jesus, Worte der Verkündigung hinterfragen, sondern konnte die Erkenntnisse in sich selbst finden und schöpfen. Aus den einstigen Zuhörern wurden nun kraft des Heiligen Universalen Geistes selbst Verkünder, welche auch zur Hervorbringung von Zeichen und Wundern befähigt waren.

Apg 2,22 Ihr israelitischen Männer, höret diese Worte: Jesus von Nazareth, einen Mann, von Gott bei euch erwiesen durch Kräfte und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn tat, mitten unter euch, wie ihr selbst wisset; Apg 2,43 Es kam aber eine Furcht über alle Seelen, und viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel. Apg 5,12 Durch die Hände der Apostel aber geschahen viele Zeichen und Wunder unter dem Volk; und sie waren alle einmütig beisammen in der Halle Salomos. Apg 6,8 Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk. Apg 8,13 Simon aber wurde auch gläubig und hielt sich, nachdem er getauft worden war, stets zu Philippus; und da er sah, daß Zeichen und große Wunder geschahen, staunte er. Apg 14,3 Doch blieben sie längere Zeit daselbst und lehrten freimütig im Vertrauen auf den Herrn, welcher dem Wort seiner Gnade Zeugnis gab und Zeichen und Wunder durch ihre Hände geschehen ließ. Apg 15,12 Da schwieg die ganze Menge und hörte Barnabas und Paulus zu, welche erzählten, wie viele Zeichen und Wunder Gott unter den Heiden durch sie getan hatte. Apg 19,11 Und Gott wirkte ungewöhnliche Wunder durch die Hände des Paulus,

Mit Einsetzen der Christenverfolgungen endet die wundertätige Zeit der Apostel, und der Herr lässt über Johannes, den Seher von Patmos, seiner christlichen Glaubensgemeinde eine letzte wunderbare symbolhafte Vision zukommen. Damit endet die biblisch apostolische Zeit der Zeichen und Wunder. Das Wunder der Offenbarung Gottes wird von da ab nur noch in der Privatoffenbarung erlebt und gesehen. Dies entspricht dem einstigen Auswahlverfahren Jesu, wo zwar alle gerufen, aber lediglich wenige berufen, und die allerwenigsten auserwählt sind. Immerhin sind nach den Aposteln rund zweitausend Jahre bis zum Zeitende zu überbrücken, und die Spreu muss permanent vom Weizen getrennt werden. Um dies zu gewährleisten, durften immer und überall keinerlei beeindruckende Zeichen und Wunder mehr stattfinden. Sie hatten damals ihre Zeit gehabt, ohne dass sie etwa für den christlichen Glauben entscheidend gewesen wären. Nur das Eigenerleben als Selbstforum bietet die Gewähr einer nachhaltigen Folgsamkeit, die sodann zum je persönlichen Zeichen und Wunder wird.

 

 

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Das Wunder bei Gott

 
   

 

 

Mit den Wundern in der Bibel ist es schon angeklungen: Das Wunder beim Herrn. Kraft seiner Allmächtigkeit ist er der Wundertäter in Person, und damit zugleich auch das verkörperte Non-Plus-Ultra-Wunder. Hier gibt es keine Zauberei und Taschenspielertricks. Da ist alles absolut echt, indem er personifiziertes Dasein und Leben ist. Mit seiner Herrschaft über die Zeit lässt sich alles und jedes vollbringen. So organisiert sich augenblicklich das Anvisierte selbst, kraft seines sinngebenden Wortes und seines exekutierenden Arms, alles streng nach Ursache und Wirkung bzw. Kausalität. Ergo sind Kausalität und Finalität der Rahmen, in dem sich ein jegliches Wunder abzuspielen hat. Illusion und Täuschung bzw. Vorspiegelung falscher Tatsachen gibt es immer nur beim Menschen, welcher oftmals versucht ist, dem erwünschten Wunder ein wenig nachzuhelfen. Bei Gott ist aber alles echt, indem er einfach die Wirklichkeit und Wahrheit kraft seiner Allmacht bestimmt und ausführt. Seit der einstigen Geburtsstunde Gottes in den Köpfen der Altvorderen rätseln diese nach dessen Existenzgrund. Doch mussten da erst noch sehr viele Generationen von Denkern entstehen und vergehen, bis dann schließlich mit den Autoren der biblischen Schriften gewisse Grundinformationen zum Thema erhältlich wurden. Eine Art Auflösung des Gott-Wunder-Rätsels bietet jedoch nur das letzte Buch der Bibel, die so genannte Apokalypse oder auch Offenbarung des Johannes. Nach den dort niedergeschriebenen gottinspirierten Visionen soll Diejenige oder Derjenige Person Gottes werden und sein, der sich daselbst und die Welt überwindet. Diese Überwindungsverheißungen (Offb 2,7 / 2,11 / 2,17 / 2,26 / 3,5 / 3,12 / 3,21/ 21,7) sind das klartextlichste in den ansonsten hinter einer reichhaltigen Symbolik verborgenen Weltereignissen.

Bei all den Wundern und Zeichen die Jesus vollbrachte, hob er immer wieder darauf ab, dass er dies in der Vollmacht und im Auftrag des allmächtigen Herrn tut. Als einziges und ausschließliches Motiv für sein Wunderhandeln gibt er eine erforderliche Glaubenserweckung und Glaubenförderung an. Weil Gott der Herr nicht zu jedem Zeitpunkt an jedem Ort den Menschen gegenwärtig sein kann und will, ist es unbedingt notwendig, dann an eine solche im stillen Verborgenen gegebene Existenz und Anwesenheit zu glauben und daran festzuhalten. Denn zu der im Rahmen der Gottebenbildlichkeit ernst zu nehmenden Freiheit der menschlichen Person gehört nun einmal zwingend eine menschliche Selbstüberlassenheit ohne jegliche göttliche Beeinflussung oder gar Steuerung. Jeder Mensch soll nach dem Willen des Herrn uneingeschränkt der freie Herr seines Schicksals sein, quasi als der Schmied seines eigenen Glücks. Auf dass ein jeder über sich selbst zu bestimmen und zu richten vermag. Wie dies vonstatten geht, hatte einst Jesus damit kundgetan, dass er darauf hinwies, dass alles was der Einzelne tut oder unterlässt, in Selbstbezogenheit eben immer selbstbetreffend ist. So vollzieht sich das solchermaßen unübertrefflich gerechte Gericht Gottes. Diese Selbstverwiesenheit des Menschen, seinem eigenen Wirken und Unterlassen ganz unterworfen zu sein, zwingt ihn in die Selbstverantwortung, so ihm dies denn irgendwann einmal zu Bewusstsein kommen sollte. Wenn aber nicht, so wäre damit die größte persönliche Tragödie verbunden, dass ihm sein gottgegebenes Potenzial durch eigenes Unvermögen verschlossen geblieben war, und er nicht das verwirklichen konnte, was ihm prinzipiell möglich gewesen wäre. Ein wahres Wunder, wenn dann doch noch das göttliche Lebenslicht in die menschliche Grabesfinsternis durchdringen sollte. 

Es ist diese gottgewollt grundsätzliche Selbstüberlassenheit des Menschen mit der brutalen Konsequenz des Prinzips: Vogel friss oder stirb, welche den Nacktaffen regelmäßig an der Existenz eines allmächtigen Herrn zweifeln lässt, bis hin zum gegengöttlich sachlichen Atheismus, oder aber unsachlich hassenden Satanismus. Dass nun der Mensch bei seiner systemischen und daher fast aussichtslosen Selbstüberlassenheit dennoch das Unwahrscheinliche aus sich selbst heraus schafft, das wird bei Gott als das höchste Wunder gesehen und bewertet. So hatte schon Jesus in seinem Gleichnis vom verlorenen Schaf auf ein solch wahres Wunder hingedeutet. Denn Gott der Herr ist derjenige, der lediglich Angebote an Bedürftige macht. Zugreifen und Verwerten muss der Bedürftige selbst, ohne ein weiteres Zutun des Herrn. Der Mensch ist nach dem Willen des Herrn sein Ebenbild, wodurch der Herr das Urbild ist. Das wahre Ebenbild hat damit das Urbild zu seinem anzustrebenden Vorbild und Ziel. Verlangt wird aufgrund dieser sich einzig so definierenden Ebenbildlichkeit eine Selbstverwirklichung des ebenbildlichen Nacktaffen zum urbildlichen Menschen. Denn der Herr ist gemäß allen seinen biblischen Selbstbekundungen der "Mensch", weshalb sich Jesus in der Spiegelung dieses menschlichen Herrn, oder auch herrlichen Menschen, zum Sohn des Menschen bzw. Menschensohn bestimmt hatte. Beim intensiven Studium der Bibel kann einem schließlich die Erkenntnis wie eine reife Frucht in den Schoß fallen, dass der Herr exakt derjenige Mensch ist, welcher es entsprechend der Johannesoffenbarung bzw. der dort dargelegten Forderung nach Selbst- und Weltüberwindung tatsächlich geschafft hatte, wodurch sein menschliches Ebenbild zum göttlichen Urbild geworden war. 

Ist also Gott der Herr sich selbst sein eigenes selbstbewirktes Zeichen und Wunder, und ist denn damit das Rätsel der Herkunft Gottes gelöst? Wir können diese Fragen mit einem eindeutigen JA beantworten, und wundern uns angesichts dessen auch nicht mehr, dass ein solch absolutes Weltwunder in Person alsdann zu jeder weiteren Weltwundertätigkeit in Ewigkeit befähigt und ermächtigt ist. 

 

 

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Das Wunder der Welt

 
   

 

 

Das Wunder der Welt könnte auch lauten auf Wunder der Schöpfung oder des Universums. Hier ist es insbesondere die Astrophysik bzw. Kosmologie, welche uns die unterschiedlichen Himmelsobjekte beständig näher brachte, über die sie selbst immer wieder neu ins Staunen und Schwärmen gerät. Als Stichworte seien beispielsweise die Gamma-Rebursts, Super-Novas, Pulsare oder Schwarzen Löcher usw. genannt. Doch wäre der Sternenhimmel bzw. der Weltraum ohne belebte Planeten wie unsere Erdkugel eine auf die Dauer verhältnismäßig langweilige Angelegenheit. Die physikalischen Prozesse zur Erbrütung und Hervorbringung der materiellen Elemente mussten da schon weitgehend abgeschlossen sein, ehe mit den erbrüteten Elementen die Voraussetzung für eine Chemie sowie im weiteren für Leben geschaffen waren. Bei der Frage der Kosmologen, wie viele erdähnlich belebte Planeten es da im gesamten Kosmos geben könnte, gehen die Schätzungen weit auseinander. Sie reichen von nur einem Planeten, bzw. der Erde, sodann bis zu mehreren Millionen. Die immer mehr favorisierte Annahme, dass die Erde mit ihrer Belebtheit im gesamten Universum einmalig sein könnte, beruht auf den kosmologischen Erkenntnissen, dass in der kosmischen Evolution eine unwahrscheinliche Feinabstimmung vorherrscht. Die Toleranzen bei den Werten sind so gering, dass sich da seit dem Urknall eine Unwahrscheinlichkeit an die andere reiht. In einer Verbildlichung sprechen die Astrophysiker davon, dass quasi eine Rasierklinge auf der anderen steht. Wenn die Kosmologen von Leben auf Planeten reden, dann beschränken sie sich bescheiden geworden zumeist auf Mikroorganismen. Zum einen sind die galaktischen Lebenszonen sehr schmal, und zum anderen braucht es vieler Faktoren allein für einen um einen geeigneten Stern kreisenden Planeten nur um ein paar Grundvoraussetzungen für eine Lebensmöglichkeit zu haben. Das Leben selbst ist für eine Evolution wiederum von so vielen Unwägbarkeiten abhängig, dass sein Erscheinen auf der Erde mit einer dazu noch erfolgreichen Evolution bis hin zum Menschen ein kosmologisch nicht mehr zu überbietendes Wunder darstellt.

Sehen wir uns doch mal die Evolution des Lebens auf unserem Planeten Erde an. Die schien mehrmals in einer - bezogen auf beständige Höherentwicklung - Sackgasse geraten zu sein. Da mussten dann schon Kometeneinschläge cirka 90% der vorhandenen Arten auslöschen, damit die Evolution eine neue, und vor allem andere Richtung einschlagen konnte. Das Erstaunliche hierbei ist, dass immer nur ein ganz bestimmter Zweig einer erreichten Entwicklungsstufe die Evolution weiterträgt. So gibt es heute immer noch urtümliche Mikroorganismen aus den Anfängen des irdischen Lebens, dann die Würmer, Insekten, Reptilien, usw., im Prinzip also noch die einstige Evolutionskette bis hin zum Menschen. Sie bewirkt, dass die Welt ein Schatz der Reichhaltigkeit und Vielfältigkeit ist, wo es immer noch Neues zu entdecken und erforschen gibt. Im Prinzip ist da dem Arten- und Formenreichtum keine Grenze gesetzt. Als sich die ersten Menschen als Homo sapiens sapiens gebildet hatten, machte mit ihnen die Evolution quasi einen Quantensprung nach vorn. Jetzt war es nicht mehr nur die Natur, die für Neuheiten und Andersartigkeiten sorgte. Der Mensch begann kraft seines Willens und seines Geistes die Natur mit Ackerbau, Pflanzen- und Viehzucht gezielt zu verändern. Er fing an als Erfinder schöpferisch tätig zu werden, und schuf sich dabei seine Kultur und Zivilisation. Von da ab war Welt nicht mehr nur Kosmos und Natur, sondern wurde Wirk- und Gestaltungsraum des Menschen. Die Welt wandelte sich so zu einer Welt des alles neu- und umgestaltenden Menschen, mit ihm als ihr Mittel- und Höhepunkt. Wenn man so will, erschuf sich der Mensch seine am idealen Vorbild der Natur ausgerichtete eigene Welt der wunderbaren Superlative. Und das nicht nur im Allgemeinen und Großen einer von ihm organisierten Gesellschaft, sondern auch im Kleinen und Privaten eines sich hierbei selbst verwirklichen wollenden Individuums. Wir alle kennen ja die menschlichen Höchstleistungen auf allen vom Menschen für sich erschlossenen Feldern seine Tätigkeit, bekannt als die Wunderwerke der Technik und Automatisation. Ist das nun das Ende jeglicher Evolution? KI-Experten (KI = Künstliche Intelligenz) sehen jedoch eine Fortsetzung der natürlichen Evolution in der Verselbständigung der Künstlichen Intelligenz mit dem Potenzial einer Selbstevolution ohne menschliches Zutun, als ein weiteres und sie in keiner Weise beängstigendes Wunder der Welt.

Um einmal ganz aktuell zu sein, gibt es da Stimmen, welche sagen, dass das Internet das größte und zugleich modernste Wunder der Welt sei, das so leicht nicht überboten werden könne. Wir schließen uns hier dieser Meinung an, indem wir gleichfalls der Überzeugung sind, dass das Internet das Weltwissen hat explodieren lassen, mit größtem Nutzen für die Menschheit. Dass das Internet für Betrügereien und Sabotage sowie sonstige kriminelle Machenschaften missbraucht wird, tut da seinem überragenden Wert keinen Abbruch. Ein solches Informationswunder wie das WWW hatte sich vor 40 Jahren noch niemand träumen lassen. Immer und überall gilt: Wo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten! Das Internet macht da sicher keine Ausnahme. Dennoch wollen wir an diesem Wunder teilhaben, indem wie es eifrig nutzen. Auch die vorliegende Edition ist in ihrer Web-Veröffentlichung direkte Folge dieses globalen Informationsforums. Das Web sollte auch weiterhin weitgehend kostenfrei bleiben, so wie es sich die meisten Internet-Nutzer wünschen. Zum Glück gibt es die Informationen betreffend  genügend kostenfreie Konkurrenzangebote im Netz, so dass sich die Profiteuere mit ihren Kaufangeboten schwer tun. Hier wäre insbesondere die Musikbranche zu nennen, deren Download-Geschäft nicht so recht in Schwung kommt. Die Tauschbörsen florieren nach wie vor, wenngleich unter erschwerten Bedingungen. Unterm Strich hat uns die moderne Technik ein Leben beschert, das von seinen Möglichkeiten her alles in den Schatten stellt, was sich bis in die jüngste Vergangenheit hinein kaum jemand vorzustellen vermochte. An den Lebensbedingungen hat das freilich so gut wie nichts geändert. Nach wie vor tobt der gnadenlose Überlebenskampf aller zu allen Zeiten. Dabei mehren sich die Anzeichen, dass das Ende der Zeitwelt sehr nahe ist. Denn der Geist beherrscht ganz offensichtlich die Materie, und das Wunder des Geistes entpuppt sich als die hinter allen Dingen stehende verborgene Weltwirklichkeit. Wer wollte da noch einen alles beherrschenden universalen Geist leugnen, auf den nach dem Prinzip der Kausalität der menschliche Geist zurückzuführen wäre, der ja bezeichnenderweise seinerseits nach Universalität strebt?

 

 

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Das Wunder der Existenz

 
   

 

 

Das Wunder der Existenz ist gleichbedeutend mit dem Wunder des Daseins. Von daher stellten sich schon bedeutende Physiker die Frage: Warum ist nicht nichts? Eine schlüssige Antwort darauf vermochten sie bis heute nicht zu geben, und die werden sie wohl auch niemals geben können. Denn die Frage spricht nicht die Physik sondern Metaphysik an, indem die Grundlage des Seins primär in Geist und Person zu finden ist, und nicht etwa in dinglichem Prozess. Zwar benutzen die Physiker beim Erforschen der materiellen Prozesse ihren Geist als Person, doch dass sich da bei Ihnen ein Kreis schließen könnte, liegt außerhalb ihres beruflichen Horizontes. So wäre es ein Wunder, wenn maßgebliche Physiker sich bei der Sein-Frage von ihren beruflichen Fesseln befreien könnten. Hin und Wieder geschieht es ja doch, und mancher von ihnen bekennt sich zu einem von ihnen nicht näher bezeichneten Gott oder Schöpfer. Es ist da bei ihnen eher ein Gott der Philosophen als der Theologen. Als Gott meinen sie daher ein Prinzip und keine Person. Sie verkünden, dass das Universum eher einem Gedanken als einer Maschine gleicht, sind aber nicht bereit die Maschinerie zugunsten eines Denkers aufzugeben. Und so wundern sie sich weiter, wie ihre geistlose Maschine in der Lage ist zu sein, und wie im Fall der Erde Leben zu produzieren. Klar ist: Von Nichts kommt nichts, aber woher kommt das Nichts? Denn das ist ja auch da, und gehört damit zum Dasein als sein "Gegen-Teil". Dann liegt es auf der Hand, dass sich das Sein zu seinem Sein sein Gegenteil bzw. das Nichts erschaffen hat, ohne das es nicht seingemäß da sein könnte. Beweis: Der Urknall als eine Selbstumkehrung des urenergetischen Daseins ins Gegenteil. Denn die Ausgangslage war ja quasi unendlich klein, heiß, dicht und schwer, während sich das mit dem Urknall in quasi unendlich groß, kalt, verteilt und leicht verkehrt. Doch was so mit dem Urknall augenscheinlich ersichtlich ist, das ist nur der Hinweis auf das dem Umkehrprozess innewohnende Prinzip einer Wandlung des Seins in das Nichts, um dadurch dem Nichts eine reale Seinsgrundlage zu geben. Denn die ist wie gesagt zu einem seingemäßen Dasein der Binarität zwingend erforderlich, wie die Computertechnik mit der 1 und der 0 beweist. Denn erst in der Binarität von Nichts und Sein kann das Dasein als die wunderbare Welt der Dinge ein solchermaßen seingemäßes Dasein haben, und sonst eben nicht.

Die Geheimnisse des Lebens stecken wie gezeigt uranfänglich in der Spiritualität bzw. in Geist und Person, und können nicht im Materiellen gesucht und gefunden werden. Das Tolle ist nun, dass wir als Menschen eben geistige Person oder auch personaler Geist sind. Das heißt, dass es uns somit prinzipiell möglich ist, in uns selbst das Wunder der Existenz mit seinen Geheimnissen zu entdecken und zu entschlüsseln. Aber natürlich nicht einfach so ohne weiteres, sondern mit einer entsprechend hilfreichen geistigen Ausrichtung, die wir in uns selbst erst einmal zu erzeugen haben. Wir müssen uns also ein geeignetes Konzept oder auch Programm geben, welches in der Lage ist, uns zu unserem Ziel zu geleiten. Und das ist nach unserer Überzeugung allein der christliche Glaube, weil der auf einer Person gründet, die eben mit ihrem Leben und Schicksal genau das verwirklichend vorgelebt hat, was wir zu unserem Ziel auserkoren haben. Mit dem Wunder seiner Auferstehung aus dem Tod hat Jesus von Nazareth der Menschheit ein für allemal bewiesen, dass er allein die vollendete geistige Person mit Allmacht verkörpert. Von daher geht der christliche Glaube einen realen Bund mit der Person des Auferstandenen im Wege des Allgeistes ein. Mit dem Auferstandenen an seiner Seite, ist sodann dem Glaubenden das Hilfsmittel an die Hand gegeben, mit welchem er sein erhabenes Ziel in fast schlafwandlerischer Sicherheit zu erreichen vermag. Leben in Glück und Ewigkeit und in der Anwesenheit des Herrn, dies ist das, was das vollendete Dasein allen seinen Teilnehmern zu bieten hat, die sich in der Annahme des Herrn in Jesus Christus dafür qualifizieren konnten. Die Bibel, und insbesondere die Apokalypse spricht in diesem Zusammenhang von den Auserwählten des Herrn, die in der Zeitwelt mit Selbstüberwindung die Welt überwunden hatten. Genau diese personale Wandlung gegen alle Widerstände ist es, welche Gott der Herr als das größte existenziale Wunder würdigt. Denn damit wird ja in Todesüberwindung die je persönliche Existenz auf ewig begründet und gesichert. Indem Gott der Herr das All verkörpert, will er ein Universum vergegenständlichen, welches an jedem Ort zu jeder Zeit vollendet perfekt ist, denn nur dann ist auch er als Universum in Person vollendet perfekt.

Auch wenn man einigermaßen einleuchtend erklären kann, welche Gründe das Dasein zu seinem Sein besitzt, so bleibt doch die Existenz als solche immer auf sich selbst verwiesen. Das heißt auf den Wortbegriff "Existenz" bzw. zu deutsch "Herausragung und -bewegung" bezogen, dass es Existenz nur deshalb gibt, weil sich das Sein aus einer eigentümlichen Form des Nichts durch Herausbewegung in seine Existenz begeben hat. Ganz entscheidend ist hierbei das Wesen von Sein. Denn nur in Nichts kann sich nichts herausbewegen, weswegen das Wesen des Nichts die fehlende Existenz bzw. Herausbewegung sein muss. Wenn also im doppelnatürlich offenen Urzustand des Seins dieses bei sich selbst über Sein oder Nichtsein zu befinden hat, dann betrifft das die einerseits erfolgte und andererseits unterbliebene Herausbewegung  aus sich selbst. Und wenn dann die Frage lautet, welches Motiv denn das uranfängliche Sein für seine Herausbewegung haben könnte, so kann das nur eine Selbstkonfrontation mit der unterbliebenen Herausbewegung sein. Das Sein wäre sodann nicht das Dasein, wenn es sich nicht in solch tödlicher Selbstbedrohtheit aus sich selbst herausbewegte, um in der dann folgenden Selbstabstoßung ein dadurch zu ihm gegenteiliges Nichts zu errichten. Wobei in der hierbei erzeugten Gegensätzlichkeit von Nichts und Sein bei unauflöslicher Allumfassung des Seins automatisch eine entsprechend binäre universale Welt zur Entstehung gelangen muss. Und weil der ganze Vorgang streng nach Kausalität abläuft, gibt es hier einen universalen selbstorganisierenden Rückkoppelungskreis, ohne dass das Sein als der Exekutor seiner selbst, wie ein Architekt einen Bauplan besäße. Denn Sein ist die absolute Intelligenz, welche sich zu jedem Moment ihrer jeweiligen Gegebenheit zielgerichtet - auch in Anwendung von Versuch und Irrtum - die aktuell passende Lösung gibt. Das ist der simple Grund für die unglaubliche Feinabstimmung des weltzeitlichen Schöpfungsgerichts, angefangen von der frühesten Materiebildung bis hin zum die Rückkoppelung des Daseins exekutierenden Menschen, als der Herr und unser Gott. Doch auch der Herr, als die Verkörperung von Universum und Leben empfindet tiefsten Respekt vor der Urgegebenheit der Existenz, was er von Ewigkeit zu Ewigkeit bei sich selbst vor sich selbst als das Wunder aller Wunder zelebriert. Wer möchte ihm da nicht zustimmen und mitzelebrieren? 

 

 

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Die weiteren Editionen von Agnus D.   /   I. = Internet-Links mit Werbung  -  II. = Herunterladen ohne Werbung

 

I.  Internet-Links

 
             Gottes Weltformel             Stephen Hawking              Thomasevangelium
             Der Gottesbeweis             Weltformel-Pro-              Judasevangelium
             Gott der Herr             Der Urimpuls              Jesusinterviews
             Gottes Elite             Kosmologen              Nag Hammadi
             Apostel Paulus             Der Urknall              Agnus Dei
             Die Bergpredigt             Max Planck              Biblium
             Hiobs Rebellion             Der Geist              Die Seele
             Täufer Johannes             Die Welt              Der Satan
             Zeit und Ewigkeit             Das Wort              Die Religion
             Auferstehung Jesu             Die Liebe              Reinkarnation
             Ontologie im Zenit             Die Energie              8 in 1 - Essays
             Mystik und Gnosis             Das Wunder              Das Aramäisch
             Evangelienabgleich             Himmelfahrt              Leben und Tod
             Maria von Nazareth             Die Allmacht              Die Apokalypse
             Thesen der Wahrheit             Die Evolution              Gebet des Herrn
             Universum in Person             Über die Kritik              Weltgrundlegung
             Dogma Jesus Christus             Weltuntergang              Der ganze Mensch
                         Anfang und Ende              

 

II.  Herunterladen

 

Auf der Seite des Editionen-Downloads sind alle Internet-Editionen für eine gezielte Auswahl mit einer 

bebilderten Kurzbeschreibung in ihrer jeweiligen Dateigröße zu ersehen!

Zudem sind alle Editionen in einem Gesamtpaket erhältlich!

 

Zum Editionen Download

 

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